Und wir sind das gerne. Wenn zum Beispiel einer von uns dreien die stählerne Startrampe hinabsteigt, die unsere Künstlerappartements mit dem Atelier im Erdgeschoss verbindet, tönt so manchen Tag ein „guck mal, ein Künstler!“ aus der Grabenbachgasse zu uns herauf. Und wir lächeln dann freundlich und winken in diese Richtung, und die jungen Mütter lächeln dann verlegen zurück und nehmen ihre Sprösslinge an die Hand, um mit ihnen weiter zu gehen. Aber die Kinder blinzeln nur mit großen Augen und offenen Mündern zu uns herauf und sind schwer fort zu reißen, denn sie haben soeben wieder etwas gelernt.Aber - das muss ich doch ganz ehrlich zugeben - meistens sind wir es, die hier etwas dazu lernen. So zum Beispiel, dass wenn Raben hoch auf der Kirchturmspitze sitzen und schreien, es am nächsten Tag garantiert regnet. Dass „HOR“ und „FDS“ zusammen nur FROHSD ergeben. Dass der Advent hier nur drei Tage dauert oder aber auch, dass man bei einem öffentlichen Gebäude auch hier nicht darauf warten muss, bis es fertig (um)gebaut wird, um mit dem Abriss zu beginnen.
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Einer bundesweiten, also in Bayern und Baden-Württemberg durchgeführen Abstimmung nach, ist unser Biergarten dieses Jahr auch der beliebteste. Und mit augenzwinkerndem Stolz kann ich doch behaupten, mit meiner Stimme dazu beigetragen zu haben (denen haben wir es aber gezeigt, den Bayern, was?). Die schauten nämlich ganz schön belämmert drein, als sie ihren Pokal über die Landesgrenze hinaus hergeben mussten.
Am 25. Oktober wehte die Fahne am "Rauschbart" noch, der Pokal stand auf der Theke, die Sonne legte sich mächtig ins Zeug, die Linden und Eichen waren blattlos, die Aussicht grandios.
Am nächsten Tag hat es geschneit..
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Meine Freundin ist pfiffig und überlistete ihr Navi, indem sie "Wintergasse 2" eingab, denn es erschien ihr nahe liegend. Und so mussten wir uns nicht wieder mit langen Telefongesprächen begnügen, sondern konnten uns ganz persönlich in die Arme fallen.(0 Kommentare) ... comment
Wir trafen uns 2006 während einer Ausstellung im polnischen Płock. Man kann wirklich nicht behaupten, sie gehöre zum alten Eisen, dennoch wurde Olga ausgemustert, als ein kleiner alter Kaufladen zum Trend-Shop umgebaut wurde.
Sie war bis dahin schon viel rum- gekommen, aber noch lange nicht am Ende ihrer Reise angelangt. Wir verstanden uns sofort, und so kam Olga mit mir in den Westen. Diese spezielle Freundin ist es seit dem gewohnt, kommentarlos mein Leben zu beobachten. Sie hatte stets alles im Blick in meinem Offenbacher Atelier. Jetzt schaut Olga hier in die Welt, und ich mit ihr.(0 Kommentare) ... comment
Ich mochte meine Wahlheimat Offenbach vom ersten Augenblick an, als ich die Räume sah, die mir als Atelier und später auch als Wohnung dienten. Am richtigen Ort zur rechten Zeit; ein großartiges Gefühl! Das ist nun zehn Jahre her - und es ist genug. Auf der Fahrt zum Besichtigungstermin nach Horb Anfang April hatte ich bereits das Gefühl, erneut auf dem richtigen Weg zu sein. Das Haus selbst sagte mir dann, es sei auch der richtige Ort – und zwar zur rechten Zeit. Und was hat das alles mit Master Han Shan zu tun? Einiges!

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